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Häufige gestellte Fragen rund ums Thema Energiesparen

1. Gibt es einen Königsweg, um Energie im Haus zu sparen?

Die sicherste Methode, Energie zu sparen ist, sie gar nicht erst zu verbrauchen. Leider geht das meist nicht ohne Komfortverlust. Anders ausgedrückt: Wer beim Punkt Komfort bereit ist, Abstriche zu machen, braucht sich über viele weiterführende Maßnahmen weniger Gedanken zu machen. Das Absenken der Raumtemperatur um ein Grad spart beispielsweise schon sechs Prozent Heizenergie. Aber: Intelligente Steuerungssysteme für Heizanlagen minimieren den Komfortverlust heute deutlich.

2. Soll man die Heizung über Nacht herunterdrehen?

Grundsätzlich sollte man eine Auskühlung der Wohnräume vermeiden und die Raumtemperatur nachts oder tagsüber bei Abwesenheit nicht um mehr als fünf Grad abfallen lassen. Die Aufheizung eines ausgekühlten Raums verbraucht enorm viel Heizenergie. Darum ist es wichtig, die Raumtemperatur annähernd konstant zu halten. Tendenziell lohnt sich eine Raumtemperaturabsenkung bei Altbauten jedoch eher als bei energetisch hochwertigen Häusern.

3. Umwälzpumpen sind unscheinbare, aber permanente Verbraucher. Was ist in diesem Punkt zu empfehlen?

Umwälzpumpen werden jährlich etwa 2.000 bis 2.500 Stunden betrieben. In alten Häusern sind sie fast immer zu groß konzipiert. Ihre Leistung anzupassen und ihre Effizienz zu erhöhen, spart daher kräftig Energie. Neue Pumpen verbrauchen bis zu vier Fünftel weniger Strom als Altgeräte. Nach etwa drei bis sechs Jahren hat sich die Anschaffung amortisiert.

4. Welche Ersparnisse bringt eine Solarthermie-Anlage?

Damit können Sie bis zu 60 Prozent der Kosten für die Warmwasserbereitung pro Jahr decken. Im Sommer sind sogar bis zu 100 Prozent möglich. Wenn Sie zusätzlich zur Solaranlage ein Öl- oder Gas-Brennwertgerät – also einen Brenner, der die Energie der Abwärme nutzt – installieren lassen, erhalten Sie vom Staat einen Zuschuss.

5. Bei Neubauten raten Fachleute oft zu Gasbrennwertheizungen. Korrekt?

Bei den heutigen Baustandards geht der Heizwärmebedarf immer weiter zurück, der Warmwasserbedarf gewinnt hingegen immer mehr an Bedeutung. Daher ist in der Regel eine Brennwertheizung mit solarer Unterstützung empfehlenswert. Die Vorteile: technisch ausgereift, geringer Platzbedarf, zukunftssicher durch Nutzung der Sonne als Energiequelle. Die Wahl des Brennstoffs – Gas, Öl, Biomasse – hängt oft von den örtlichen Gegebenheiten ab. Allgemeingültige Aussagen sind hier schwierig.

6. Sollte man mit einer Solaranlage die bisherige Heizungsanlage komplett ersetzen?

Das ist meist nicht sinnvoll. Sie können aber die Heizung mit einer Solarwärmeanlage ergänzen. Dadurch erzielen Sie eine Reduzierung der laufenden Energiekosten.

7. Wie viel Kollektoren benötigt man für eine Warmwasser-Solaranlage?

Unter optimalen Bedingungen können Sie bei einem Vier-Personen-Haushalt mit circa fünf bis sechs Quadratmeter Fläche rechnen.

8. Mit welchen Kosten muss eine vierköpfige Familie für eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung rechnen?

Für Flachkollektoren inklusive Solarspeicher müssen Sie etwa 8.000 bis 10. 000 Euro veranschlagen – einschließlich der Kosten für eine Aufdachmontage. Örtlich können die Preise aber erheblich differieren. Baden-Württemberg ist oft teurer als etwa Thüringen oder Sachsen.

9. Sollte man die Heizung regelmäßig warten lassen?

Die Wartung durch einen Fachhandwerker ist sinnvoll, weil dadurch der Heizkessel regelmäßig geprüft und optimal eingestellt wird. Das heißt, der Wirkungsgrad des Kessels ist besser, somit wird weniger Energie verbraucht und es entstehen weniger Abgase. Dadurch leisten Sie auch einen Beitrag zum Umweltschutz. Oft liefert der Schornsteinfeger eine erste Einschätzung der Situation gratis.

10. Was ist besser: Fenster zum Lüften ganz öffnen oder längere Zeit kippen?

Eine Stoßlüftung von mindestens fünf Minuten ist optimal. Vorher sollten Sie die Thermostatventile herunterdrehen, damit der Heizkörper nicht zusätzlich aufgeheizt wird.

11. Ist es problematisch, wenn man Energiesparlampen häufig ein- und ausschaltet?

Energiesparlampen der neuen Generation sind mit elektronischen Vorschaltgeräten ausgestattet und sind schaltfest. Häufiges Ein- und Ausschalten ist daher kein Problem. Der Stromverbrauch erhöht sich dadurch nicht. Die Geräte brauchen nur ein Fünftel der Energie einer Glühbirne.

Quelle (variiert): Stuttgarter Nachrichten, 10.12.2008

Sieben goldene Regeln zum Klimaschutz durch Energiesparen

  • Heizkörper nicht mit Möbeln oder langen Vorhängen verdecken
  • Stand-by-Betrieb bei elektronischen Geräten vermeiden
  • Mehrfach-Steckdosen mit Ein-/Aus-Schalter verwenden
  • Fenster und Türen gegen Zugluft abdichten
  • Alte Elektrogeräte in der Küche durch neue, energiesparende Modelle ersetzen
  • Den Kühlschrank nicht kühler als sechs bis acht Grad stellen
  • Sparsam waschen: Bei der Reduzierung der Waschtemperatur von 95 Grad auf 60 Grad wird der Stromverbrauch bereits um die Hälfte gesenkt

Weitere Informationen



Interaktiver Ratgeber zum Energiesparen



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Das Energie-Sparbüchle gibt Ihnen Tipps, wo die großen und kleinen Einsparpotenziale stecken und zeigt Ihnen vor allem auch auf, wie einfach und schnell Sie im Alltag Energie sparen und Kosten senken können